Hallo liebe Mitglieder und Badmintonfreunde,

die dritte Badmintonfreie Woche während der Ausgangssperren haben wir hinter uns. Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr kommt gut durch die Zeit.

Ganz ohne Badminton ist es natürlich besonders schwer. Daher haben wir uns gedacht, wenn wir schon körperlich nicht Badminton können, dann doch wenigstens im Geiste. Und was wäre da passender als den Ursprüngen des Badminton auf den Grund zu gehen. So können wir nach der Zwangspause nicht nur doppelt so stark sondern auch viel schlauer in den Alltag zurückkehren.

Friedhelm hat sich die Mühe gemacht und nimmt uns in seiner einzigartigen investigative und humoristischen Art mit an den Entstehungsort des Badminton. Viel Spaß! :-)

Geschichte und Entwicklung des Badminton

Die einzig wahre historische Abhandlung?

Wir spielen hier im BV Weckhoven seit ungefähr 30 Jahren mehr oder weniger erfolgreich ein Spiel, zu dem u.a. Schläger,
Federbälle, Spielfeld, Netz und Spieler benötigt werden. Alle behaupten, dass das Spiel „BADMINTON“ genannt wird. Hier
setzt meine nicht ganz ernst zu nehmende Ursachenforschung ein, denn wer kann denn überhaupt konkrete Aussagen zu dem
Begriff „BADMINTON“ machen, woher dieser Begriff tatsächlich stammt, die Sportart einwandfrei beschreiben, definieren
oder sogar über Entwicklung des Spiels, Technik, und insbesondere zu den benötigten Geräten oder Kleidung Aussagen
treffen? In den nachfolgenden Zeilen soll diesem Umstand so weit wie möglich Abhilfe geschaffen werden.
Also, bitte erst einmal locker zurücklehnen und den geschriebenen Worten folgen:

„Badminton“

Badminton ist ein Federballspiel als Flugball- und Rückschlagspiel über ein Netz unter Benutzung von Schlägern. Es wird als Wettkampfspiel nach tennisähnlichen (?) Regeln gespielt und hat sich durch den … - hier kommt es bereits zu den ersten Deutungsschwierigkeiten im Gegensatz zum Badmintonspiel beim BV Weckhoven - … ungemein schnellen Schlagwechsel (manche Exemplare der spielenden Zunft reagieren nach wie vor leider bzw. zur Freude des Gegenspielers im Zeitlupentempo) zu einem harten Wettkampfsport für alle Geschlechter entwickelt.

„Ursprung und Entwicklung“

In den gängigen Geschichtsbüchern, Überlieferungen aus dem nahen oder fernen Umfeld oder sonstigen Unterlagen meiner Urahnen konnte ich keinen speziellen Eintrag über ein derartiges Spiel finden. Das erklärt vielleicht auch mein eher als bescheiden zu benennendes „Talent“ für diese Sportart. Jedoch fand ich bei meinen Vorfahren Aufzeichnungen über andere Lustbarkeiten in Hülle und Fülle … , die ich hier jedoch besser nicht weiter ausführe. Bei einem meiner letzten Asienaufenthalte (noch weit vor den aktuell schwierigen Zeiten) konnte ich allerdings eine äußerst interessante Neuigkeit in Erfahrung bringen, denn angeblich sei dort schon sehr früh mit Schlägern und einem gefiederten Ball gespielt worden. Diese Spur habe ich aufgenommen und in meinen unermüdlichen Nachforschungen nicht mehr aus den Augen gelassen, weltweit recherchiert und bin zu ersten Ergebnissen gekommen. So konnte ich z.B. schnell in Erfahrung bringen, dass sich dieses Spiel von Asien aus schnell über den europäischen Kontinent verbreitete (da sehe ich leider schon wieder Parallelen zur aktuellen Lage). Wer anders als der britische „DUKE of BEAUFORT“ (die erste Nr. 1 in der europäischen Rangliste - noch weit vor Paul-Erik Hoyer-Larsen) machte dieses Federballspiel auf seinem Landsitz in … „BADMINTON“ … im Jahre 1872 populär und hoffähig, indem er dieses bis dahin geltende Freizeit- und sanfte Bewegungsspiel ganz revolutionär erstmalig (mit wem auch immer) über ein Netz spielte. So gab der Name seines englischen Landsitzes dem Spiel seinen Namen. Nun wird sich bestimmt jeder fragen, ob es dieses „BADMINTON“ heute noch gibt, ja vielmehr, wo es denn liegt?

Badminton ist ein kleiner Ort im englischen Bezirk Gloucester, genauer gesagt eine Ortschaft im Westen Englands gelegen (in der Nähe von Bristol). Badminton ist als Wallfahrtsort ein „Muss“ für jeden ehrgeizigen Badmintonspieler, denn nur dort und sonst nirgendwo anders bekommt man durch den jetzigen „Lord of BADMINTON“ die Lossprechung von mangelhaft ausgeführten Clears, Drops, Smashs oder Rückhandschlägen jeder Art. Den Ort BADMINTON (siehe Markierung in der Karte) erreicht man natürlich nicht mit dem Flugzeug, aber mit einem herkömmlichen Kraftfahrzeug (mit Zulassung für Linksverkehr - ist in jeder Kfz.-Zulassung unter Schlüssel-Nr. 035228 mit dem Eintrag „L“ zu erkennen) bestehen durchaus gute Aussichten, dorthin gelangen zu können. Der Einfachheit halber soll an dieser Stelle lediglich die Fahrtstrecke von London bis Badminton beschrieben werden, da ja schließlich fast jeder schon einmal in London gewesen ist und daher den Weg bis dort allein finden müsste. Für denjenigen, der z.B. mit der Bahn anreisen möchte, konnte bis vor kurzem u.a. folgende Bahnverbindung (ohne Gewähr) genommen werden:

Bahnhof An Ab Zug-Nr.
Düsseldorf Hbf 7:39 EC 140
Utrecht CS 9:24 9:49 IC 1726
Rotterdam CS 10:25 10:35 4128
Hoek van Holland Hav 11:04 12:00 Schiff
Harwich P.Q. 18:00 19:05
London Liverpool Street 20:20

Anfahrt

Nun aber zu der Fahrt mit dem Kraftfahrzeug ab London - City of Westminster, Big Ben. Wenn man sich nach etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit westlich von London auf der Autobahn (Motorway) M 4 wiederfindet, ist das genau richtig. Die Fahrt geht weiter in Richtung Westen. An der Junction 18 (Ausfahrt Nr. 18) kurz hinter der Ortschaft Tormarton verlässt man den Motorway und fährt nach rechts auf der linken Spur hinter dem ersten „Roundabout“ (Kreisverkehr) auf eine Bundesstraße mit der Bezeichnung „A 46“ (wie unsere Autobahn von Neuss in Richtung Kapellen). Im Ort „OLD SODBURY“ (frei übersetzt bedeutet das soviel wie „altes Magenleiden“) verlassen wir die „A 46“ und fahren nach rechts (Achtung Außenkurve) auf die „B 4040“ (wie unsere ehemalige Neusser Postleitzahl) in Richtung „ACTON TURNVILLE“. Nur noch ein kurzes Stück durch eine Auen- und Wiesenlandschaft und wir finden an der nächsten Kreuzung ein weißes Schild, das nach links in Richtung des Ortes „BADMINTON“ weist.

Karte

Nun dauert es nicht mehr lange (je nach Zustand des Fahrzeuges und/oder des Fahrers) und wir sind nach weiteren 2 Meilen (etwas mehr als 3 Kilometer) endlich am Ziel. Der unscheinbare Ort mit den schönen kleinen Backsteinbauten weist am Ortseingangsschild, auf dem in großen Lettern „BADMINTON“ geschrieben steht, durch eine Büste des „DUKE of BEAUFORT“ und seine revolutionäre Erfindung des Netzes unmittelbar auf den Ursprung des schnellen Spiels hin. Man bemerkt sofort, dass es sich hier eindeutig um die Wiege dieser Sportart mit dem Federball handelt, denn die meisten Einwohner laufen „Racket-schwingend“ durch die Straßen und zeigen somit jedem Besucher an, dass er sich hier an einem besonderen Ort befindet. In der Nähe des Marktbrunnens findet man auf der Shuttlecock Road Nr. 18 in einem schlichten weißen Holzschuppen die Touristeninformation. Dort liegen neben Regelwerk sowie Prospekten der Firmen Yonex, Victor, Friendship usw. auch Ortsprospekte aus, in denen ein äußerst interessanter Hinweis auf einen weiteren Ort zu erlangen war.

Aufgrund der regelmäßigen Besuchermassen, der sich diese kleine Stadt immer ausgesetzt sah, haben kluge Städteplaner zum Schutz der einheimischen Bewohner in unmittelbarere Nachbarschaft (nur 1,5 Meilen entfernt) eine neue Ortschaft als reine Wohn- und Schlafstadt (ähnlich wie Kaarst für Düsseldorf) gebaut und diese Bebauung einfach „LITTLE BADMINTON“ genannt. Dieser kleine Ort hat sich in den letzten Jahren unter den eingefleischten „Wallfahrern“ als Geheimtipp entwickelt und erfreut sich mittlerweile fast größerer Beliebtheit als der große Bruder „BADMINTON“. Von Mitgliedern unseres Vereins sollen bereits die ersten Reisebüros kontaktiert worden sein, um einen Trip zur Wiege des Federballspiels zu planen. Hinter vorgehaltener Hand wird tatsächlich von einem organisierten Vereinsausflug gesprochen, bei dem jeder Sportler die Gelegenheit hat, einmal sein „MEKKA des BADMIN