Direkter Vergleich: Nun gut! Statistiken lügen nie... Lass uns doch ein Wimbledon-Finale mit einem Weltmeisterschaftsfinale aus Badminton vergleichen. Im Wimbledon-Finale 1985 besiegte Boris Becker Kevin Curren mit 6:3, 6:7, 7:6, 6:4. Auf der Badminton Weltmeisterschaft im gleichen Jahr in Calgary, Kanada, besiegte Han Jian aus China Morten Frost aus Dänemark 14:18, 15:10, 15:8.

Spieldauer: Das Tennisspiel dauerte 3 Stunden 18 Minuten, bei Badminton war man bereits nach 76 Minuten fertig. Sieht nicht gut aus für Badminton, oder? FALSCH! Die wahre Zeit, in der der Ball im Spiel war, betrug beim Tennis 18, bei Badminton dagegen 37 Minuten. Bei Tennis macht das nur 9% der Spielzeit aus, bei Badminton immerhin ganze 48%.
Ballwechsel: Auch bei den Ballwechseln gibt es einen deutlichen Unterschied: Zwar zählte man in Wimbledon 299 und in Calgary nur 146, aber die Tennisspieler kamen trotzdem nur auf insgesamt 1004 Schläge, während es beim Badminton 1972 waren. Pro Ballwechsel flog der Federball im Schnitt also 13,5 mal übers Netz, die Filzkugel nur 3,4 mal.
Laufstrecke: Die gelaufene Strecke wurde beim Tennis mit etwa 3 Kilometer, beim Badminton mit ganzen 6 Kilometern gemessen. Der Badmintonspieler lief also zweimal so weit in der halben Zeit und musste auch fast doppelt so oft schlagen.
Ergebnis: Dies soll nur zeigen, wie hart und anstrengend Badminton sein kann. Tennis ist ein großartiges Spiel und die meisten Leute verstehen die athletischen Anstrengungen als Spitzenniveau. Durch dieses Beispiel können wir sehen, dass Top-Badmintonspieler wirklich in Weltklasse-Kondition sein müssen.