16.1 Das Spiel wird ohne Unterbrechung vom ersten Aufschlag bis zum Ende des Spiels durchgeführt, ausgenommen wie in den Regeln 16.2 und 16.3 erlaubt.
16.2 Pausen
Bei allen Spielen sind Pausen erlaubt ...
16.2.1 … von nicht länger als 60 Sekunden in jedem Satz, wenn die führende Seite 11 Punkte erreicht hat.
16.2.2 … von nicht länger als 120 Sekunden zwischen dem ersten und zweiten Satz sowie zwischen einem zweiten und dritten Satz. (Bei vom Fernsehen übertragenen Spielen entscheidet der Referee vor dem Spiel, ob die in Regel 16.2 erlaubten Pausen genommen und fest eingehalten werden müssen.)
16.3 Spielunterbrechung
16.3.1 Wenn es Umstände erforderlich machen, die außerhalb der Verantwortung der Spieler liegen, kann der Schiedsrichter das Spiel so lange unterbrechen, wie er es für notwendig erachtet.
16.3.2 Unter besonderen Umständen kann der Referee den Schiedsrichter anweisen, das Spiel zu unterbrechen.
16.3.3 Wird das Spiel unterbrochen bleibt der Punktestand bestehen und das Spiel wird später wie abgebrochen wieder aufgenommen.
16.4 Spielverzögerung
16.4.1 Unter keinen Umständen darf das Spiel verzögert werden, um einem Spieler die Möglichkeit zu geben sich zu erholen, Luft zu schöpfen oder Ratschläge einzuholen.
16.4.2 Über den Tatbestand der Spielverzögerung entscheidet einzig und allein der Schiedsrichter.
16.5 Ratschläge (Coaching) und Verlassen des Spielfeldes
16.5.1 Ein Spieler darf nur Ratschläge erhalten, wenn der Ball nicht im Spiel ist (Regel 15).
16.5.2 Kein Spieler darf ohne Erlaubnis des Schiedsrichters das Spielfeld verlassen, ausgenommen in den Pausen wie in Regel 16.2 beschrieben.
16.6 Ein Spieler darf nicht ...
16.6.1 … absichtlich das Spiel verzögern oder ohne Erlaubnis unterbrechen.
16.6.2 … ohne Erlaubnis den Ball modifizieren oder beschädigen, um Geschwindigkeit oder Flugeigenschaft zu verändern.
16.6.3 … sich unsportlich / ungehörig verhalten.
16.6.4 … sich eines unsportlichen Verhaltens schuldig machen, das nicht anderweitig durch eine Badmintonregel abgedeckt ist.
16.7 Behandlung von Verstößen
16.7.1 Der Schiedsrichter hat einen Verstoß gegen Regel 16.4, 16.5 oder 16.6 wie folgt zu ahnden ...
16.7.1.1 … durch eine Verwarnung (gelbe Karte) an die Seite, die sich schuldig gemacht hat.
16.7.1.2 … durch eine Fehlerverwarnung (rote Karte) an die schuldige Seite, wenn sie vorher verwarnt worden ist. Zwei derartige Fehlerverwarnungen (zweite rote Karte) einer Seite sind als fortdauerndes Vergehen zu werten.
16.7.2 Im Falle einer groben Unsportlichkeit, eines fortdauernden Vergehens oder eines Verstoßes gegen Regel 16.2 (verspätetes Erscheinen nach einer Pause) hat der Schiedsrichter der schuldigen Seite eine Fehlerverwarnung zu geben. Er hat den Referee zu rufen, welcher berechtigt ist, die schuldige Seite von diesem Spiel zu disqualifizieren (schwarze Karte).